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Neuseeland - Milford Sound & Moeraki

Paula muss leider vorzeitig abreisen und so bringe ich sie schweren Herzens zum Queenstown Flughafen. Ich fahre weiter am Lake Wakapitu entlang Richtung Süden, den kurvigen Straßenabschnitt “Devil’s Staircase”.

Kurviger Straßenabschnitt am See entlang

Te Anau

Die nächsten Tage dient Te Anau als Ausgangspunkt um das Fiordland zu erkunden. Als Erstes möchte ich eine kleine Bootstour über den Lake Te Anau machen, bei der es anschließend in eine Höhle voller Glowworms geht. Allerdings ist der Wasserstand zu hoch um die Höhle zu betreten und so wird dies mehrfach verschoben und schließlich für den Tag ganz abgesagt. Es ist regnerisch und ich verbringe den Tag mit Einkaufen, Kochen und Planen der nächsten Tage. Im kleinen Stadtpark höre ich ein interessantes, mir unbekanntes Gezwitscher aus einem Baum und entdecke dort Tuihonigfresser.

Tuihonigfresser

Abends verschaffe ich mir bei einem Aussichtspunkt ein Überblick über die Gegend. Die wolkenverhangenen Berge auf der anderen Seite des Sees steigern meine Vorfreude auf einen Ausflug in die Fjorde.

See mit Bergen und Wolken

Milford Sound

An einem der Tage fahre ich zum Milford Sound, der eigentlich Milford Fjord heißen müsste. Die Fahrt von Te Anau zum Anfang des Fjordes erfolgt über den höchsten Highway des Landes. Insbesondere im Winter kann es hier schon mal Schnee und Eis geben und die Straße zeitweise geschlossen sein. Es kommen sofort Erinnerungen an die Straßensperrungen auf Tasmanien hoch. Diesmal gibt es allerdings regelmäßig Updates auf der offiziellen Webseite, es werden 1-2 cm Schnee auf der Straße erwartet, die gegebenenfalls geräumt werden.

Kea auf den Rückspiegel eines Autos

Die Sorgen sind zum Glück umsonst, die Berge haben weiße Spitzen aber die Straßen sind frei. An einer Stelle befindet sich ein einspuriger Tunnel. Beim Warten an der roten Ampel sehe ich die ersten Keas. Die neugierigen Vögel kommen gerne zu parkenden Autos und werden trotz vielfacher Verbotsschilder regelmäßig von Tourist*innen gefüttert. Am ersten Aussichtspunkt nach dem Tunnel landet auch direkt ein Kea auf meinem Rückspiegel und lässt sich hier in aller Ruhe fotografieren.

Da der Milford Sound am besten per Boot erlebt werden kann, starten hier mehrere Anbieter ihre Touren. Ich starte mit einer der ersten Touren des Tages, bevor die Busse aus Queenstown eintreffen und die größeren Boote fahren. Es geht durch den beeindruckenden Fjord umgeben von Bergen und Wasserfällen. Außerdem sehen wir einen der seltenen Dickschnabelpinguine und eine Robbe beim Jagen.

Auf der Rückfahrt nach Te Anau halte ich an vielen Aussichtspunkten und kann mich an der Landschaft kaum sattsehen.

Moeraki

Am nächsten Tag mache ich mich auf den Weg zur Ostküste nach Moeraki. Am frühen Abend besuche ich den Kātiki Point in der Hoffnung dort Pinguine zu sehen. Leider sehe ich keine, dafür liegen einige Robben gemütlich auf der Wiese.

Zum Anbruch des letzten Morgens auf Neuseeland gehe in zum Strand. Hier befinden sich große, runde Mineralaggregate, die Moeraki Boulders. Manche sind schon ziemlich zerfallen, andere liegen wie Bälle am Strand. Ein interessantes Fotomotiv zum Sonnenaufgang.

Damit nehme ich Abschied von Neuseeland und von der langen Reisezeit.

Fabian



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