Kaikoura
Unser erster Stopp nach Christchurch ist die Halbinsel Kaikoura. Sie ist durch die hohen Berge vor Westwinden geschützt, weshalb es hier recht warm und windstill ist. Der Hauptgrund für unseren Besuch ist eine große Robbenkolonie (Neuseeländische Seebären), die wir zu unterschiedlichen Tageszeiten besuchen. Vom Parkplatz müssen wir nicht weit laufen bis wir die erste Robbe entdecken. Das Jungtier spielt mit einem Blatt, hebt es mit dem Mund auf, streckt den Kopf nach oben und balanciert das Blatt bis es nach kurzer Zeit herunterfällt.
Nach dem Abendessen kehren wir in der Dunkelheit an die Küste zurück. Es ist sternenklar und die Milchstraße ist über uns gut zu erkennen. Im Dunkeln eine ansprechende Bildkomposition zu finden ist nicht einfach, eine Palme neben dem Parkplatz dient spontan als Vordergrund.
Besonders schön ist es am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang, denn wir sind mit den Robben allein und das Licht taucht Landschaft und Tiere in ein kräftiges Orange.
Später unternehmen wir eine längere Wanderung an der Halbinsel und laufen zunächst oben am Felsen entlang. Die Aussicht ist wunderbar: Auf der einen Seite sehen wir das Meer, auf den Steinen darunter liegen die Robben, auf der anderen Seite sehen wir Weiden mit Rindern und dahinter schneebedeckte Berge.
Der Rückweg führt uns hinunter ans Ufer und wir sehen wieder Robben, was uns zunächst freut. Nach einer Weile liegen die Robben jedoch überall, sodass wir nicht weiter können, ohne sie zu verscheuchen. Insbesondere eine Mutter mit Jungtier ist nicht erfreut über uns und zwischen Felsen und Meer ist nicht genug Platz, um die Tiere mit mehr Abstand zu umgehen. So entscheiden wir uns schließlich umzukehren und wieder den Weg oberhalb der Klippe zu nehmen, um die Tiere nicht weiter zu stören. Die Wanderung wird somit etwas länger als geplant.
Marlborough Sounds
Als nächstes Fahren wir an die Nord-Ost-Küste zu den Fjorden Marlborough Sounds. Unsere Unterkunft liegt direkt am Ufer. Leider ist der Himmel zum Sonnenaufgang (wie eigentlich die ganze Zeit hier in Neuseeland) wolkenfrei, aber es ist trotzdem eine schöne Lichtstimmung.
Wir unternehmen eine Wanderung zum Snout Lookout. Schon vom Parkplatz aus haben wir einen tollen Blick auf die Fjorde. Nach einem kurzen Stück auf einer Straße führt der Weg in den Wald. Dort sehen wir viele Fallen (Holzboxen, wie auf dem Foto zu sehen) mit kleiner Öffnung und einer großen Mausefalle darin. Wir fragen eine der drei Personen, die wir auf der ganzen Strecke treffen, danach. Das Ziel sind Ratten, Hermeline und Possums. Alle drei Arten wurden nach Neuseeland eingeschleppt und bedrohen die heimische Tierwelt.
Wir erreichen den Queen Charlotte View, von wo aus wir wieder einen schönen Ausblick genießen, und laufen dann hinunter zum Snout Point. In der Sonne ist es warm und wir machen ganz gemütlich Mittagspause. Auf dem Rückweg sparen wir uns den Aufstieg und nehmen die Mountainbikestrecke um den Berg herum, was sehr entspannt ist, da uns niemand begegnet. Zwischendurch haben wir immer wieder Sicht aufs Meer, die Fjorde und manchmal auch auf Inseln, was sehr schön ist.
Zum Sonnenuntergang spazieren wir noch zum Karaka Point. Da weiterhin keine Wolke am Himmel zu sehen ist, bleibt auch der Sonnenuntergang unspektakulär.
Paula & Fabian
Artikelserie Neuseeland:
- Teil 1: Christchurch
- Teil 2: Kaikoura & Marlborough Sounds
- Teil 3: Golden Bay
- Teil 4: Westküste
- Teil 5: Wanaka
- Teil 6: Milford Sound & Moeraki
